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12. Februar 2026
Ein Kaffeekränzchen gegen Demenz?
Eine aktuelle Harvard-Studie mit rund 130 000 Teilnehmenden zeigt: Ein moderater Konsum von Kaffee und Tee könnte das Risiko, an Demenz zu erkranken, senken.
In der im weltweit anerkannten Fachjournal «Journal of the American Medical Association» (JAMA) veröffentlichten Studie wurden über mehrere Jahre hinweg die Daten von mehr als 130 000 Menschen ausgewertet. Dabei zeigte sich: Personen, die regelmässig koffeinhaltigen Kaffee oder Tee tranken, hatten im Durchschnitt ein etwas geringeres Risiko, später eine Demenz zu entwickeln als Menschen, die kaum oder gar keinen Kaffee oder Tee konsumierten.
Besonders deutlich war der Zusammenhang bei täglich etwa zwei bis drei Tassen Kaffee oder ein bis zwei Tassen Tee zu beobachten. In diesen Gruppen lag das relative Risiko ungefähr 15 bis 20 Prozent tiefer.
Bei entkoffeiniertem Kaffee konnte dieser Zusammenhang hingegen nicht festgestellt werden. Das deutet darauf hin, dass Koffein eine Rolle spielen könnte – eindeutig belegen lässt sich das jedoch nicht.
Wichtig ist: Die Ergebnisse basieren auf statistischen Zusammenhängen in grossen Gruppen, sie geben keine Garantie für den einzelnen Menschen. Die Studie zeigt lediglich, dass zwei Faktoren gemeinsam auftreten: mehr Kaffee und weniger Demenz. Eine direkte Kausalität lässt sich daraus nicht ableiten. Möglicherweise unterscheiden sich die Kaffeetrinkenden in anderen Lebensgewohnheiten – etwa Bewegung oder Ernährung –, die ebenfalls einen Einfluss auf das Demenzrisiko haben könnten. Die Studie kann daher nicht beweisen, dass Kaffee selbst der schützende Faktor ist.



