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27. Oktober 2026
Stürze im Alter: Jede zweite Person ab 65 ist gefährdet
Stürze gehören zu den häufigsten Gesundheitsrisiken im Alter. Dennoch werden sie oft unterschätzt. Eine aktuelle Befragung der BFU zeigt, dass mehr als jede zweite Person ab 65 Jahren mindestens einen Risikofaktor für Stürze aufweist. Dazu zählen beispielsweise Unsicherheiten beim Gehen oder Stehen, Sturzangst oder bereits erlittene Stürze.
Die Folgen können gravierend sein: Jedes Jahr sterben der Schweiz mehr als 1’700 Menschen an den Folgen eines Sturzes. 95 Prozent der Todesfälle betreffen Menschen ab 65 Jahren. Hinzu kommen rund 6’500 Schwerverletzte pro Jahr.
Viele Stürze lassen sich verhindern
Besonders bemerkenswert ist, dass sich viele Stürze im vertrauten Umfeld ereignen. Laut Fachpersonen gehören Stürze zu den häufigsten Ursachen für Verletzungen bei Seniorinnen und Senioren, wobei etwa die Hälfte der Stürze im eigenen Zuhause passiert.
Die BFU betont, dass regelmässiges Kraft- und Gleichgewichtstraining, ausreichend Bewegung sowie eine sturzsichere Wohnumgebung das Risiko deutlich senken können. Dennoch nutzen viele ältere Menschen diese Möglichkeiten noch nicht. Nur 37 Prozent trainieren Kraft und Gleichgewicht im empfohlenen Umfang. Lediglich 6 Prozent haben ihre Wohnung professionell auf Sturzgefahren überprüfen lassen.
Bereits kleine Veränderungen können viel bewirken:
- Stolperfallen entfernen
- Für gute Beleuchtung sorgen
- Sehvermögen regelmässig kontrollieren lassen
- Medikamente überprüfen lassen
- Bewegung und Gleichgewicht gezielt trainieren
Selbstständig und sicher zu Hause leben
Die meisten Menschen wünschen sich, auch im Alter möglichst lange in ihrem vertrauten Zuhause leben zu können. Eine frühzeitige Sturzprävention trägt dazu bei, Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten. Oft reichen bereits kleine Anpassungen im Alltag aus, um das Risiko deutlich zu reduzieren.




